
Deutschsprachige Erstaufführung
Die Griechen sammeln sich, um gegen Troja in den Krieg zu ziehen. Agamemnon opfert seine Tochter Iphigenie auf Befehl des Orakels von Delphi – vermutlich eine politische Intrige, getarnt als göttliche Botschaft. Er handelt, um seine Herrschaftsautorität zu bewahren. Klytämnestra kommt zu spät, um ihre Tochter zu retten. Zehn Jahre später kehrt Agamemnon siegreich aus dem Trojanischen Krieg zurück. Als Kriegsbeute und neue Geliebte bringt er die Prophetin Kassandra mit. Klytämnestra lebt mit ihren anderen Kindern immer noch im Palast. Sie hat die Staatsgeschäfte weitergeführt, als Agamemnon wieder die Macht übernimmt. Zwischen Begehren und Schmerz, zwischen Macht und Kalkül sind alle Figuren gefangen – in einer Spirale maskuliner Macht, in der Frauenschicksale nur Verhandlungsmasse sind.
Marina Carr gibt Klytämnestra eine Stimme und fragt: Ist es möglich, das Unverzeihliche zu vergeben?
| Regie | Elias Perrig |
| Ausstattung | Dorit Lievenbrück |
| Dramaturgie | Stefan Kroner |
| Musik | Lennard Clément |
| Ensemble | Peter Albers Dagmar Bernhard Nayana Heuer K Ines Nieri Daniel Schütter |