Nächste VorstellungFreitag 23.04.2021
19.30 Uhr
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Mit Hegel auf der Couch

Philosophisches Couching

Über die Veranstaltung

Aus Anlass von Hegels 250. Geburtstag begeben sich Christian Gefert und Heidi Salaverria in insgesamt vier Sitzungen auf seine Spuren. Dabei beziehen sie sich insbesondere auf das berühmte Kapitel ›Herrschaft und Knechtschaft‹ in Hegels ›Phänomenologie des Geistes‹ (1807). Es geht dabei um Anerkennung und Freiheit. Es geht auch darum, auf welche Weise das Selbstbewusstsein auf Andere angewiesen ist – nicht im Sinne eines guten Selbst-Images, sondern als Fähigkeit, sich seiner selbst bewusst zu sein, Ich-Sagen zu können. Dieser paradoxe Umstand, dass Selbstbestimmung Fremdbestimmung voraussetzt, dass Unabhängigkeit also Abhängigkeit voraussetzt, bildet sich auf allen Ebenen menschlichen und gesellschaftlichen Zusammenlebens ab. Dieser Umstand durchzieht auch politische Problemfelder wie die Corona-Krise, Rassismus, Geschlechterverhältnisse und die Klima-Krise. Das Publikum ist eingeladen mit zu diskutieren.

Hegel und das Klima
Die Fridays-for-Future-Bewegung mahnt ein neues, ein respektvolles Verhältnis des Menschen zur Natur an. Demgegenüber steht die alte Ideologie, dass sich der Mensch die Erde untertan machen soll – mit den bekannten Folgen: Der Mensch hat durch seinen Egoismus eine globale Klimakrise evoziert, der er selbst bald zum Opfer fallen könnte. Mit (und gegen) Hegel suchen wir nach neuen Formen der Verantwortung gegenüber der Natur und fragen, ob und wie es uns gelingen könnte, jenseits von Herrschaft und Knechtschaft den Wert der Natur anzuerkennen. Dabei gönnen wir es uns auch, von einer gerechteren Welt zu träumen. Damit wir das Herrschaftsverhältnis gegenüber der Natur überwinden können, müssen wir vielleicht auch davon ablassen, unsere eigene Natur beherrschen und bezwingen zu wollen.

Herzlich willkommen zur Spielzeit 2020 | 2021

Mit dem Spielzeitmotto ›Achtung‹ haben wir unsere Stücke der Spielzeit in einen neuen Kontext gesetzt, denn die Achtung des anderen Menschen steht im Mittelpunkt unserer Arbeit. Hier kann das Theater Zeichen setzen für unser gesellschaftliches Miteinander. Gerade in dieser Zeit ist es wichtig, dass wir Haltung zeigen und neue Wege gehen, um für Toleranz, Vielfalt und Respekt einzutreten.

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