Nächste VorstellungFreitag 26.03.2021
19.30 Uhr
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Mit Hegel auf der Couch

Philosophisches Couching

Über die Veranstaltung

Aus Anlass von Hegels 250. Geburtstag begeben sich Christian Gefert und Heidi Salaverria in insgesamt vier Sitzungen auf seine Spuren. Dabei beziehen sie sich insbesondere auf das berühmte Kapitel ›Herrschaft und Knechtschaft‹ in Hegels ›Phänomenologie des Geistes‹ (1807). Es geht dabei um Anerkennung und Freiheit. Es geht auch darum, auf welche Weise das Selbstbewusstsein auf Andere angewiesen ist – nicht im Sinne eines guten Selbst-Images, sondern als Fähigkeit, sich seiner selbst bewusst zu sein, Ich-Sagen zu können. Dieser paradoxe Umstand, dass Selbstbestimmung Fremdbestimmung voraussetzt, dass Unabhängigkeit also Abhängigkeit voraussetzt, bildet sich auf allen Ebenen menschlichen und gesellschaftlichen Zusammenlebens ab. Dieser Umstand durchzieht auch politische Problemfelder wie die Corona-Krise, Rassismus, Geschlechterverhältnisse und die Klima-Krise. Das Publikum ist eingeladen mit zu diskutieren.

Hegel und die Geschlechter
Sexualisierte Gewalt ist seit der #Metoo-Debatte wieder verstärkt in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit gerückt. Wir suchen mit Hegel nach dem Ursprung für das Gewaltverhältnis zwischen den Geschlechtern und erkunden mit seiner Unterstützung die vielschichtigen Gewaltmotive im Verhältnis der Geschlechter – auch wenn er beileibe kein Feminist war. Aber natürlich wollen wir dabei nicht nur bei der Analyse stehenbleiben: Mit Hegel über Hegel hinaus erforschen wir Strategien, um stereotypen Dynamiken offener und unterschwelliger Aggression in der Gesellschaft ebenso wie in Paarbeziehungen zu entkommen. Die Frage ist, wie wir offenere, gewaltfreiere Geschlechterverhältnisse aufbauen können.

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Weitere Sitzungen

Freitag 23.04.2021 um 19.30 Uhr
Hegel und das Klima
Zur Veranstaltung

Herzlich willkommen zur Spielzeit 2020 | 2021

Mit dem Spielzeitmotto ›Achtung‹ haben wir unsere Stücke der Spielzeit in einen neuen Kontext gesetzt, denn die Achtung des anderen Menschen steht im Mittelpunkt unserer Arbeit. Hier kann das Theater Zeichen setzen für unser gesellschaftliches Miteinander. Gerade in dieser Zeit ist es wichtig, dass wir Haltung zeigen und neue Wege gehen, um für Toleranz, Vielfalt und Respekt einzutreten.

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