Sonnenblumenhaus

Dan Thy Nguyen und Iraklis Panagiotopoulos

Mit Claudiu M. Draghici, Jan Katzenberger und Djamila Manly-Spain

Über die Veranstaltung

1992 belagerten hunderte Neonazis und tausende AnwohnerInnen tagelang eine Erstaufnahmestelle für Asylsuchende und einen angrenzenden Wohnblock ehemaliger vietnamesischer VertragsarbeiterInnen in Rostock-Lichtenhagen. Über Tage heizte sich die Stimmung auf, ohne dass die Polizei nennenswert intervenierte. Schließlich flogen Brandsätze und die Gebäude wurden gestürmt. Das Theaterstück dokumentiert das größte und fast vergessene rassistische Pogrom der deutschen Nachkriegsgeschichte und verarbeitet die Sicht der Überlebenden. 

Dan Thy Nguyen ist freier Theaterregisseur und Autor. Das Theaterstück ›Sonnenblumenhaus‹ über das Progrom von Rostock-Lichtenhagen entwickelte und produzierte er 2014, die Uraufführung wurde vom Bezirk Eimsbüttel gefördert und entstand in Kooperation mit dem Museum für Völkerkunde, Hamburg. Die Hörspielversion war 2015 Gewinner der ›Hörnixe‹. Die Neuauflage des Theaterstücks in einer 2016 Tröglitzversion wurde vom Bezirk Nord gefördert und im Rahmen des Eigenarten Festivals und des plattform-Festivals gezeigt. 

Weitere Informationen

Im Anschluss an die Vorstellungen findet jeweils ein Publikumsgespräch statt.

Karten

10,00 €, ermäßigt 5,00 €, inkl. Garderobe und HVV

Spielzeit 2018 | 2019

Theater ist der Ort, an dem sich unser Leben spielerisch verdichtet. Unsere Geschichten zeigen ganz persönliche Lebensentwürfe, aber auch größere gesellschaftliche Zusammenhänge. Wie kein anderes Medium hat das Theater die Kraft, von uns Menschen zu erzählen. Wir laden alle dazu ein, sich diesen Ort zu eigen zu machen.

»Wir sind aus solchem Stoff wie Träume sind, und unser kleines Leben ist von einem Schlaf umringt.«
William Shakespeare

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