Nächste VorstellungSamstag 22.02.2020
19.00 Uhr
Hauptbühne
Karten10,00 €Buchen
für 22.02.2020

Der Kaukasische Kreidekreis

17. plattform-Festival

Jugengroßprojekt nach Brecht

Regie und Konzept Imke Trommler
Kostüme Julia Borchert
Regieassistenz Finn Vincent Moriz
Kostümassistenz Marietta Liske

Beteiligte Projektgruppen:
Jugendclub Schauspiel Imke Trommler
Performance Julia Borchert, Gesche Lundbeck und Julie Kuhn mit Schüler*innen der Stadtteilschule Eidelstedt
Bühnenbild Jonas Kolenc und Felicitas Schönefeld mit Schüler*innen der Ilse-Löwenstein-Schule
Tanz Anastasia Schwarzkopf und Dietrich Köcher mit Schüler*innen der Stadtteilschule Öjendorf
Musik Johannes Huth und Jens Everling mit Schüler*innen der Stadtteilschule Horn
 

Über das Stück

Habe ich einen unveränderbaren Anspruch auf meinen Besitz? Was bedeutet Gerechtigkeit? Und welche Verantwortung habe ich? Beim ›Kaukasischen Kreidekreis‹ treffen Macht und Egoismus, Verantwortung und Nächstenliebe aufeinander.
Nach einem revolutionären Aufstand gegen die Großfürsten von Grusinien wird der reiche Gouverneur Georgi Abaschwili hingerichtet. Seine Frau Natella kann entkommen. Um ihre teuren Kleider zu retten, lässt sie ihren Sohn Michel alleine zurück. Die Magd Grusche nimmt nach einigem Zögern das Kind an sich und flieht mit ihm ins Gebirge. Auf der Flucht vor den Panzerreitern, die Michel als Thronfolger hinrichten wollen, gibt Grusche ihn als ihr eigenes Kind aus. Mit etwas Glück entkommt Grusche den Verfolgern und gelangt zu ihrem Bruder Lavrenti, der inzwischen mit der sehr frommen Aniko verheiratet ist. Damit Aniko nicht misstrauisch wird, behauptet Grusche, mit dem Kind auf dem Weg zu ihrem Mann zu sein. Doch Grusches Verlobter Simon kämpft als Soldat im anhaltenden Krieg. Damit Grusche und ihr Ziehkind nicht enttarnt werden, heiratet Grusche Jussup, einen sterbenskranken Bauern aus der Umgebung. Doch mit dem Ende des Krieges erweist sich der sterbenskranke Jussup als kerngesund. Nach dem Krieg kehrt auch die verwitwete Gouverneursfrau Natella zurück und erhebt Ansprüche auf ihr leibliches Kind Michel, der ihr als Thronfolger ein reiches Erbe sichert. Auch Simon, der Verlobte von Grusche, kommt hinzu und muss feststellen, dass Grusche verheiratet ist und behauptet Michel sei ihr Kind. Da zwei Frauen die Rolle der Mutter für sich beanspruchen, wird der Fall von dem einfachen aber schlauen Dorfschreiber Azdak verhandelt, der im Krieg zum Richter ernannt wurde. Er zieht einen Kreidekreis, setzt das Kind in die, und stellt den Frauen eine Aufgabe.

Der Jugendclub Schauspiel und vier Projektgruppen erzählen die Geschichte um die Magd Grusche und das zurückgelassene Kind voller Energie und provokant gestellter Fragen zum Leben und laden dazu ein, unsere Moralvorstellung und unsere menschliche und gesellschaftliche Verantwortung zu hinterfragen.

Weitere Informationen

„Der Kaukasische Kreidekreis“ wird in Gebärdensprache übersetzt.

Karten

10,00 €, ermäßigt 5,00 €, inkl. Garderobe und HVV

Spielzeit 2019 | 2020

Wir treten mit unserem Spielzeitmotto VIELFALT für eine bunte Gesellschaft ein und laden unser Publikum ein, unser vielfältiges Angebot zu genießen, aktuelle Themen mit uns zu bewegen und andere Sichtweisen zu erfahren. Wir schaffen Raum, um Gefühle und Gedanken miteinander zu teilen, Unterschiedlichkeiten und Gemeinsamkeiten zu entdecken und den Diskurs darüber, wie wir miteinander leben wollen, über den Theaterbesuch hinaus weiter zu entwickeln.

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