Nächste Vorstellung Samstag 26.10.2019
20.00 Uhr
plattform-Bühne

 Regie Anton Pleva

Karten12,00 €, ermäßigt 6,00 € Buchen
für 26.10.2019
Weitere Vorstellungen

Das autoritäre Zeitalter des Megazorns

Regie Anton Pleva
Musik Henrik Demcker
Dramaturgie Marvin L. T. Müller
Video Ole Jahncke
Ensemble Henrik Demcker, Michael Grötzsch, Rune Jürgensen, Marvin L. T. Müller, Ines Nieri, Anton Pleva, Roxana Safarabadi, Daniel Schütter, Ayla Yeginer

Über die Veranstaltung

Autoritarismus und Menschenfeindlichkeit bedrohen das Zusammenleben. Woher kommt dieser Zorn? Woraus entstehen diese Wünsche nach Hierarchie und Abgrenzung? Haben wir einen eigenen Willen? Und welche Werte wollen wir leben?
Die Theatergruppe Sexy Theater Menschen sucht in wissenschaftlichen Arbeiten aus Soziologie, Philosophie und Geschichte nach einer Welt, in der die Menschen zusammen leben wollen. Finden wir eine Sprache, die der Fremdenfeindlichkeit entgegentreten kann? Gibt es einen Ausweg aus Propagangnam Style und Money Polieren? Werden wir Megazorn besiegen?
Hass oder Liebe. Forschung am Limit.

Weitere Informationen

Weltweit ziehen fremdenfeindliche und autoritäre Themen in die Agenden demokratischer Wahlkämpfe ein. Rechte Parteien sind mittlerweile nicht nur in Parlamenten vertreten, sie stellen sogar Regierungen. Eine politische Normalitätsverschiebung nach Rechts findet nicht allein in Amerika, Brasilien und Indien statt - sie ist überall zu erkennen. Auch europäische Kernstaaten stehen unter einem enormen Druck von Rechts. Außerdem sehen Wahlkämpfe wie Kriege wissenschaftlich betriebener PR-Maschinen aus - und die Menschen darin wie Kapital in einem Spiel dass es mit allen Mitteln zu Gewinnen gilt. Wie kam es dazu? Weshalb haben rechte Positionen so einen Zulauf? Wie finden heute Wahlentscheidungen statt?

Während in „Postfaktischen Zeiten“ Unwahrheiten als legitime Kommunikationsstrategien angesehen werden, die Informationsmöglichkeiten des Internets bestehende Mythen zerstören und Social Media in ihren Filterblasen neue Narrationen schafft, während die Landnahme des Kapitals den Wettbewerb bis in die letzten privaten Räume trägt, Algorithmen des Kalten Krieges Geld aus dem Nichts schaffen und wir vor einer Ökologischen Katastrophe stehen, die mit dem Einschlag eines Kometen und der Auslöschung der Dinosaurier vergleichbar ist, werden politische Debatten immer undifferenzierter. Es entsteht das Gefühl die Menschen legen ihre Empathie ab und Kommunikation wird auf Lautstärke und Effekt reduziert. Der Wille zur Macht steht über Inhalten, der Erhalt von Wohlstandsverhältnissen über Gleichberechtigung und der „Sieg des Stammes“ über dem Miteinander mit Fremden. Warum glauben wir Schreien zu müssen um gehört zu werden? Woraus beziehen wir unsere Fremdenfeindlichkeit? Verlieren wir die Welt wie wir sie kennen an unsere eigene Affektgesteuertheit?

Unsere Geschichte beginnt mit einer zentralen Debatte der Aufklärung: Globalisierung des Geldes oder Gleichberechtigung. Wir erzählen von der Geschichte der Demokratie und von der Geschichte der Filter der Propaganda und Manipulation, vom Kalten Krieg und der Entfesselung des Kapitalismus bis in unser heutiges Zeitalter der Digitalisierung und Autoritären Versuchungen. Auf dieser Reise hören wir von Noam Chomsky, Wilhelm Heitmeyer, Cornelia Koppetsch, Pankaj Mishra, Fabian Scheidler, Elisabeth Wehling, Shoshana Zuboff und vielen anderen. Die Sexy Theater Menschen wollen in dieser Recherchearbeit herausfinden, ob es etwas gibt, dass die Gräben des weltweiten Wettbewerbs überwinden kann, und eine Sprache finden, mit der die Menschen miteinander in die Zukunft gehen können.

Es geht um nichts Geringeres als gemeinsam dem Größten annehmbaren Problem entgegentreten zu können: Der völligen Zerstörung unseres Lebensraums. Durch uns.

In Zusammenarbeit mit DEEP-Deutschland e.V.

Karten

12,00 €, ermäßigt 6,00 €, inkl. Garderobe und HVV

Partner

Samstag 26.10.2019 20.00 Uhr Buchen
Donnerstag 31.10.2019 20.00 Uhr Buchen
Freitag 01.11.2019 20.00 Uhr Buchen

Spielzeit 2019 | 2020

Wir treten mit unserem Spielzeitmotto VIELFALT für eine bunte Gesellschaft ein und laden unser Publikum ein, unser vielfältiges Angebot zu genießen, aktuelle Themen mit uns zu bewegen und andere Sichtweisen zu erfahren. Wir schaffen Raum, um Gefühle und Gedanken miteinander zu teilen, Unterschiedlichkeiten und Gemeinsamkeiten zu entdecken und den Diskurs darüber, wie wir miteinander leben wollen, über den Theaterbesuch hinaus weiter zu entwickeln.

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