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von George Tabori Regie: Torsten Fischer Ausstattung: Vasilis Triantafillopoulos mit Tonio Arango, Peter Kremer, Benno Lehmann, 31.05. bis 01.07.2012 Der junge Adolf Hitler kommt 1907 aus der österreichischen Provinz nach Wien und bezieht Quartier in einem Männerheim. Er teilt das Zimmer mit zwei Juden: dem fliegenden Buchhändler Schlomo Herzl, der an seinem Lebenswerk schreibt, und dem Koch Lobkowitz. Herzl will seinem Buch den Titel ›Mein Leben‹ geben. Zimmergenosse Lobkowitz findet das keinen wirklich guten Titel. Man einigt sich schließlich auf ›Mein Kampf‹. Hitler fiebert der Aufnahmeprüfung an der Akademie der Schönen Künste entgegen. Dort wird er als untalentiert abgelehnt und man rät ihm, Anstreicher zu werden. Völlig niedergeschlagen beschließt er, sich umzubringen. Herzl hat Mitleid mit dem Verzweifelten, er verhilft ihm zum typischen Bart, schult ihn in Demagogie und schlägt ihm vor, Politiker zu werden. Der jüdische Dramatiker George Tabori beschäftigt sich in ›Mein Kampf‹ farcenhaft mit dem Trauma der Shoa. Er entwickelt eine Hitler-Figur als komischen, grotesken Charakter. Für Tabori ist Humor ein Lebensweg und hat sehr viel mit Toleranz zu tun. Und natürlich spielt immer das »Prinzip Hoffnung« eine Rolle. George Tabori (1914-2007) hat dem deutschen Theater beigebracht, wie man auf den Schrecken mit Humor antworten kann und auf die Schwere mit Leichtigkeit. »Es gibt Tabus, die zerstört werden müssen, wenn wir nicht daran ersticken wollen.« Tabori hält die Erinnerung wach, ohne Hass zu empfinden, er sieht sich selbst als Spielmacher und ewigen Optimisten. Foto Peter Kremer: Thomas Pritschet |
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