|
||||||
|
von Carl Zuckmayer Regie: Wolf-Dietrich Sprenger Ausstattung: Achim Römer mit Christina Arndt, Alexander Beisel, Thomas Cermak, Maria Hartmann, Jessica Kosmalla, Volker Lechtenbrink, Günter Schaupp, Hartmut Schories, Oliver Warsitz 07.10. (Premiere) bis 13.11.2010 Der Schuster Wilhelm Voigt ist wegen kleinerer Delikte im Gefängnis gewesen. Gerade entlassen, begibt er sich auf Arbeitssuche. Da er vorbestraft ist, hat er keine gültigen Ausweispapiere. Ohne Papiere keine Aufenthaltsgenehmigung. Ohne Aufenthaltsgenehmigung keine Arbeit. Ohne Arbeit kein Mensch. Wie ist dieser Teufelskreis aus Bürokratismus und Obrigkeitsdenken auf legalem Weg zu durchbrechen? In einem Staat, in dem Uniform alles ist und ein Mensch ohne Uniform nichts, greift er zu einer verzweifelten List: mit einer beim Trödler gekauften Uniform befördert er sich selbst zum Hauptmann von Köpenick, besetzt das Rathaus, lässt den Bürgermeister verhaften, beschlagnahmt die Stadtkasse und schlägt so das ihn knebelnde System mit seinen eigenen Waffen. Carl Zuckmayer (1896-1977) dokumentiert mit seinem Werk die politischen und sozialen Verhältnisse der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mit ›Der Hauptmann von Köpenick‹ hat er eine zeitlose Komödie über den Widerstand des Einzelnen gegen die staatliche Willkür geschaffen. Ein deutsches Märchen. |
|||||