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von Gérald Sibleyras Regie: Torsten Fischer 03.06. bis 09.07.2010 Sommer 1959, es ist drückend heiß. Gustave, René und Fernand, französische Veteranen des ersten Weltkrieges, verbringen ihre Tage auf der kleinen Terrasse ihres Altersheims. Ihr Alltag ist angefüllt mit allen Tücken und Freuden des Lebensabends: Kühner Tatendrang mischt sich mit der Angst vor allzu großer Veränderung, plötzliche Geistesblitze und Erinnerungstriumphe wechseln mit Momenten großer Verwirrtheit, gegenseitige Unterstützung und Ermunterung paart sich mit grotesken Unterstellungen. Alle drei verfügen über einen herrlich boshaften Humor, alle haben die Gabe der scheinbar hoffnungslosen Lage komische und zarte Momente abzugewinnen. Ihr sehnsuchtsvoller Blick gilt den auf den gegenüberliegenden Hügeln stehenden Pappeln, die sich im Wind wiegen. Sie planen eine, vielleicht letzte, Exkursion. Gérald Sibleyras (*1961) in Paris geboren, gehört zu den meistgespielten Autoren Frankreichs. Er hat mit ›Wind in den Pappeln‹ eine ungewöhnliche, zu Herzen gehende Komödie über drei alte, vom Leben unterschiedlich versehrte, Männer geschrieben. Er erzählt von einem Lebensabend voller Hindernisse und Unzulänglichkeiten, der aber wunderbar frei von Selbstmitleid bleibt. |
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