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von Henrik Ibsen Regie: Wolf-Dietrich Sprenger mit Isabell Fischer, Uwe Friedrichsen, 27.08. bis 02.10.2009 John Gabriel Borkman ist ein Bankier, der wegen Veruntreuung im Gefängnis saß. Angetrieben von einer unbändigen Sehnsucht, eine ganze Region zu einer blühenden Industrielandschaft umzugestalten, hat er sich verspekuliert, viele Menschen finanziell ruiniert und den Ruf seiner Familie diskreditiert. Jetzt lebt er abgeschottet im Obergeschoss des Familienanwesens. Unten wohnt seine Frau Gunhild mit Sohn Erhard. Auf ihn richten sich alle Hoffnungen. Er soll durch ein erfolgreiches, ihm vorgezeichnetes Leben die Wunden der Vergangenheit heilen. Auch Gunhilds Schwester Ella, die Erhard bereits als Kind bei sich hatte, meldet Ansprüche an. Alle drei versuchen, den Jungen für sich zu vereinnahmen. Sie bäumen sich am Lebensabend noch einmal gegen ihre innere Leere auf und offenbaren dabei ihre eigene Lebenstragödie. Henrik Ibsen (1828-1906) gehört mit seinen Stücken zu den bedeutendsten Wegbereitern des modernen Dramas. Seine Meisterschaft besteht in der psychologisch genauen Schilderung von Menschen, die von dem Verlangen angetrieben werden, ihre Visionen in die Tat umzusetzen, auch wenn sie dabei gesellschaftliche Konventionen sprengen. |
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